Options-Payoff-Diagramm

Beliebig viele Legs kombinieren — Calls, Puts und Aktie, long oder short — und die Payoff-Struktur am Verfallstag sehen: Break-even-Punkte, maximaler Gewinn und Verlust.

Auch als Desktop-App für Windows verfügbar.

Über dieses Tool

Jede Optionsstrategie klingt in der Brokerwerbung einnehmend: Ein Covered Call „schafft Zusatzerlös“, ein Iron Condor „profitiert von niedriger Volatilität“. Was diese Sätze auslassen, ist die **Form** — in welchem Kursbereich die Strategie Geld verdient, wo sie verliert, wie viel, und bei genau welchem Kurs das Geschäft aufhört, profitabel zu sein. Diese Form ist ein Bild, und dieses Werkzeug zeichnet es.

Legs werden einzeln hinzugefügt: kaufen oder verkaufen, Call, Put oder die Aktie selbst, jeweils mit Strike, Prämie und Stückzahl. Der Chart zeigt den kombinierten Gewinn und Verlust am Verfallstag für jeden Kurs des Basiswerts. Über der gestrichelten Nulllinie behält man Geld, darunter nicht. An den Stellen, an denen der Payoff die Nulllinie schneidet, stehen die Break-even-Punkte; die Übersicht nennt den maximalen Gewinn, den maximalen Verlust — und ob einer von beiden unbegrenzt ist. Genau diese letzte Frage beantwortet ein nackter Short Call erst, wenn es zu spät ist.

Die Mathematik ist exakt, nicht gesampelt: Optionspayoffs sind stückweise linear, und jeder Knick (jeder Strike sowie der Einstandskurs der Aktie) wird direkt ausgewertet. Break-even-Punkte und Extremwerte sind daher wahre Werte, keine Raster-Näherungen. Die gängigen Strukturen — Covered Call, Protective Put, vertikale Spreads, Straddle, Iron Condor, Collar — liegen als Vorlagen einen Klick entfernt.

Alles läuft lokal im Browser. Keine Eingabe zu deiner Position verlässt den Rechner, nichts wird protokolliert.

Häufige Fragen

Gelten die Stückzahlen für Aktien oder Kontrakte?
Für beides — je nachdem, was du eingibst. Gerechnet wird je Aktie: Ein Optionskontrakt deckt im US-Markt 100 Aktien ab. Man kann also 100 und 1 eingeben oder 1 und 0,01 — die Form des Payoffs ist identisch, nur die Zahlen skalieren. Sind alle Legs Optionskontrakte, sind Stückzahlen wie 1 und 2 meist am bequemsten.
Warum berücksichtigt der Chart keinen Zeitwert?
Die gezeigte Linie ist der Payoff am Verfallstag — an dem eine Option genau ihren inneren Wert worth ist und nichts mehr. Vor dem Verfall liegt der Wert einer Position über dieser Linie, um den verbleibenden Zeitwert. Verfallstags-Payoff-Diagramme sind der Standardvergleich, weil sie die Struktur zeigen, die der Zeitwert sonst nur verschwimmen lässt.
Was bedeutet „unbegrenzt“ in der Übersicht?
Wenn der Payoff über den rechten Chartrand hinaus weiter steigt (oder fällt), sagt die Übersicht das ausdrücklich — statt stumm den größten Wert im Bildfenster zu melden. Ein verkaufter Call beispielsweise verliert umso mehr, je weiter der Basiswert steigt, ohne Boden. Begrenzte Strategien (Spreads, Condors, alles mit einem schützenden Leg) zeigen diesen Hinweis nie.
Wozu dient das Aktien-Leg?
Damit lassen sich Positionen modellieren, die Optionen mit dem Basiswert mischen: Ein Covered Call ist long Aktie plus short Call, ein Collar ist long Aktie plus Protective Put und short Call, ein Protective Put ist long Aktie plus long Put. Beim Aktien-Leg steht in der Strike-Spalte der **Einstandskurs**, die Prämie ist stets null.
Werden Gebühren, Dividenden und vorzeitige Ausübung berücksichtigt?
Nein. Das Diagramm ist der Lehrbuch-Payoff: Strikes, Prämien, Stückzahlen — mehr nicht. Gebühren verschieben die gesamte Kurve um einen festen Betrag nach unten, Dividenden betreffen nur das Aktien-Leg, und die vorzeitige Ausübung ist eine Risikofrage, keine Payoff-Frage. Erst wenn die Form hier stimmt, lassen sich diese drei Punkte sinnvoll im Margin-Rechner des Brokers durchrechnen.
Werden meine Eingaben an einen Server gesendet?
Nein. Die gesamte Berechnung ist Arithmetik im Browser; die Seite funktioniert auch ohne jede Verbindung.

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