Telefonnummer prüfen & formatieren
Telefonnummern gegen die offiziellen Nummernpläne prüfen — „gültig“ von „nur plausibel“ unterscheiden — und E.164, internationales, nationales und RFC3966-Format nebeneinander erhalten.
Auch als Desktop-App für Windows verfügbar.
Über dieses Tool
Telefonnummern sehen einfach aus und sind es nicht. Eine britische Handynummer wird in einem amerikanischen Formular abgelehnt, die führende Null verschwindet, und eine Nummer, die „zehn Stellen hat, passt also“ erfahrungsgemäß gehört niemandem. Die Regeln dahinter stehen in den Nummernplänen der einzelnen Länder — Hunderte, regelmäßig aktualisiert — und niemand trägt sie im Kopf.
Dieses Werkzeug prüft eine Nummer gegen genau diese Pläne. Land wählen (oder die Nummer gleich mit + Ländercode eintippen) und man bekommt **drei getrennte** Antworten: gültig — die Nummer trifft einen real vergebenen Bereich; nur plausibel — die Länge passt zum Land, aber kein realer Bereich trifft zu; oder beides nicht. Diese Unterscheidung ist der Punkt: Eine plausible, aber ungültige Nummer ist der klassische Tippfehler, der naive Längenprüfungen übersteht und später trotzdem zurückkommt.
Neben dem Urteil stehen die Standardformate nebeneinander: E.164 (die eindeutige +Ländercode-Nummer-Form für Datenbanken und APIs), die internationalen und nationalen Anzeigeformate mit korrekten Leerzeichen sowie die RFC3966-tel:-URI für Klick-zum-Anrufen-Links. Wo der Nummernplan ihn kennt, wird der Typ genannt — Mobil, Festnetz, gebührenfrei, VoIP. Beispielnummern für jedes Land stammen aus demselben Datensatz, es gibt also immer etwas Gültiges zum Ausprobieren.
Die Prüfdaten stammen aus Googles libphonenumber-Datensatz und sind in die Seite eingebaut: Keine eingegebene Nummer verlässt den Rechner, und das Werkzeug funktioniert auch offline.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen „gültig“ und „plausibel“?
- Plausibel heißt: Die Länge passt zum Nummernplan des Landes. Gültig heißt: Die Nummer trifft einen Bereich, aus dem tatsächlich Nummern vergeben werden — zehn Stellen sind eine plausible US-Nummer, aber 131-234-5678 gehört niemandem. Formulare sollten Gültigkeit verlangen; alleinige Längenprüfungen lassen genau diese Tippfehler durch.
- Warum muss ich ein Land wählen, wenn ich doch den + Code eintippe?
- Meistens gar nicht: Eine Nummer mit + Ländercode beschreibt sich selbst, und die Landauswahl wird ignoriert. Die Auswahl ist für lokal geschriebene Nummern da — ohne + — wie 030 12345678, die erst mit bekanntem Land eine Bedeutung haben.
- Was ist E.164 und warum wollen Datenbanken genau das?
- E.164 ist die internationale Standardform: ein führendes +, der Ländercode, dann die nationale Nummer ohne Leerzeichen, ohne führende Nullen, höchstens 15 Stellen. Sie ist eindeutig — dieselbe Nummer in drei Schreibweisen wird zu einem einzigen E.164-String — und genau deshalb speichern APIs, CRM-Systeme und Verifizierungsdienste Nummern in diesem Format.
- Eine Nummer gilt als gültig. Heißt das, es sie gibt?
- Nein — und das kann kein Offline-Werkzeug sagen. Gültig heißt nur: Die Nummer liegt in einem Bereich, aus dem der Betreiber des Landes wirklich Nummern vergibt. Ob diese konkrete Nummer in Betrieb ist und wer sie hält, lässt sich nur durch Kontakt feststellen (etwa per SMS-Verifizierung).
- Wie aktuell sind die Daten?
- Es ist Googles libphonenumber-Datensatz — dieselbe Grundlage wie hinter Androids Telefon-App und den meisten Verifizierungsbibliotheken —, eingebaut zum Zeitpunkt der Erzeugung. Nummernpläne ändern sich, also ist ein unerwartetes „ungültig“ ein Anlass zum Nachprüfen, kein Gerichtsurteil.
- Werden geprüfte Nummern gespeichert oder gesendet?
- Nein. Der Datensatz kommt mit der Seite, alles läuft im Browser — die Seite funktioniert auch ohne jede Verbindung.